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Knigge-Gesellschaft übergibt Auszeichnung: In Meerane hängt nun die Plakette „Erste Höfliche Schule Sachsens“

  • 12. Juni
  • 2 Min. Lesezeit




In den Kursen geht es nicht nur um das richtige Verhalten am Esstisch. Moderne Etikette und respektvoller Umgang werden vermittelt. Spüren auch die Eltern zu Hause (erste) Effekte?


Meerane:

„Erste Höfliche Schule Sachsens.“ Das steht auf einer Plakette, die sich neuerdings am Eingang des Internationalen Gymnasiums Meerane (IGM) befindet. Damit würdigt die Deutsche Knigge Gesellschaft die Aktivitäten der Bildungseinrichtung, um fundierte Kenntnisse im Bereich der modernen Etikette und des respektvollen Umgangs zu vermitteln. „Zur alltäglichen Kultur eines freundlichen Umgangs miteinander kommen Kurse, die den Schülern dabei helfen sollen, sich mit Normen und Regeln anzufreunden, die in unserer Gesellschaft üblich sind“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Juliane Klepzig, die kurz vor den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Schule die Plakette von der Deutschen Knigge Gesellschaft in Empfang nehmen konnte.

Schüler werden auf Bewerbungstraining vorbereitet

Das IGM setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Ina Beyer-Graichen. Die von der IHK zertifizierte Business-Trainerin, die auch regelmäßig Kurse in Meerane gibt, hat mit einer Arbeitsgruppe in der Deutschen Knigge Gesellschaft einen Leitfaden zur bundesweiten Zertifizierung von Schulen entwickelt. Dabei geht es längst nicht nur um das richtige Verhalten am Esstisch. Auch der Umgang miteinander im digitalen Zeitalter und die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche – unter anderem mit Blick auf anlass- und situationsgerechte Bekleidung – rücken in den Mittelpunkt. „Es handelt sich um Workshops, die den Schülern die Grundlagen der Höflichkeit, der gegenseitigen Wertschätzung und der sozialen Kompetenz näherbringen“, sagt Ina Beyer-Graichen, die das Kursangebot im Fach „Fit fürs Leben“ den Schülern aus den achten Klassen unterbreitet. Eine Voraussetzung für die Übergabe der Plakette sei, dass knapp die Hälfte der Mädchen und Jungen aus einer Schule an den Knigge-Kursen teilgenommen haben.


Die Plakette befindet sich am Eingang zum Gymnasium. Bild: Andreas Kretschel/Archiv

Effekte, die neben den Lehrern auch die Eltern spüren. „Es bleibt etwas hängen“, sagt die Elternratsvorsitzende Carola Hinz, deren Kinder in der neunten und in der zwölften Klasse am IGM lernen. Sie verweist auf konkrete Beispiele: „Da geht es darum, die Tür aufzuhalten oder die Jacke abzunehmen.“ Der Knigge-Unterricht sei, so schätzt Carola Hinz ein, auch eine Ergänzung zu im Elternhaus angesprochenen Punkten: „Da folgt dann in der Schule oft auch die Bestätigung.“ (hof)



 
 
 

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